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BildungsKultur

Aktuelle Entwicklungsspuren in Zeiten des Wandels…
  • Neue Schulformen reduzieren die Vielgliedrigkeit im Bereich der weiterführenden Schulen: Gemeinschaftsschule, Sekundarschule, Mittelschule, Stadtteilschule, Realschule plus… Schulen werden zusammengeführt, neue Schulprogramme werden entworfen, längeres gemeinsames Lernen wird angestrebt…
  • Regionale Bildungslandschaft: Kommunen entdecken ihre Verantwortung und Chancen für die qualitative und zukunftsgerichtete Gestaltung ihrer Bildungseinrichtungen. Ausgangspunkt für Bildungsprozesse in den verschiedenen Lebensphasen ist die kommunale Ebene. Hier entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg von Bildung, hier werden die Grundlagen für berufliche Perspektiven, gesellschaftliche Teilhabe und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit einer Region gelegt. Die für Bildung zuständigen Akteure arbeiten auf der Basis verbindlicher Strukturen zusammen: Familie, Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Kultur, Sport, Wirtschaft etc. (siehe Aachener Erklärung des Deutschen Städtetags 2007).
  • Vielfalt der Bildungsorte und Lernwelten: Bildung ist mehr als Schule, Bildung erfordert neue Formen der Vernetzung, Selektion behindert Bildung… (siehe Leipziger Thesen: gemeinsame Erklärung des Bundesjugendkuratoriums (BLK), der Sachverständigenkommission des 11. Kinder- und Jugendberichts und der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ), Bonn, Berlin, Leipzig 2002).
  • Ganztagsbildung: Kitas qualifizieren ihr Programm der frühkindlichen Bildung. Kitas und Schulen im Ganztag übernehmen gesellschaftspolitische Aufgaben der Erziehung, der Beratung, Betreuung und Versorgung. Daraus wachsen neue Verbindungen in den Sozialräumen, zwischen Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, der örtlichen Vereine, der Wirtschaft.
  • Inklusion verfolgt das Ziel, das Menschenrecht einzelner Personen auf Teilhabe am Leben in allen gesellschaftlichen Bereichen zu etablieren. Das hochkomplexe und separierende Konstrukt sonderpädagogischer Förderung wandelt sich in ein System integrierter und regional vernetzter pädagogischer Unterstützung, die allgemeinen Schulen brauchen neue Kompetenzen für Bildung in Heterogenität.

Die Gleichzeitigkeit dieser Veränderungsanforderungen bewirkt Begeisterung und Widerstand, Allmachtsphantasien und Irritationen. Die Wirksamkeit für eine gesunde Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen erweist sich für alle Struktur- und Programmentwicklungen im Bildungsbereich erst dann, wenn aus Konzept-Hülsen BildungsKultur wird, wenn Werte und Haltungen im Alltag der Bildungseinrichtungen sichtbar gelebt, wenn die Professionalität von Erziehung, Betreuung, Beratung, Versorgung und von gutem Unterricht realisiert sind, wenn regionale Netze und Partizipation „leben“… wenn kein Kind, kein Jugendlicher „verloren geht“.

Die gesamte Bildungslandschaft steht in bedeutsamen Transformationsprozessen.